🧠 SL5 Aura: Erweiterte Offline-LLM-Integration

Status: Produktionsbereit Motor: Ollama (Llama 3.2 3B) Latenz: Sofort (<0,1s bei Cache Hit) / ~20s (Generierung auf CPU)

1. Die „Architekt & Praktikant“ Philosophie

Aura nutzt ein Hybrid-Modell, um Präzision und Flexibilität zu vereinen:

  • Der Architekt (RegEx/Python): Deterministische, sofortige Ausführung für Systembefehle (“Browser öffnen”, “Lauter”).

  • Der Praktikant (Lokales LLM): Übernimmt unscharfe Anfragen, Zusammenfassungen und Allgemeinwissen. Wird nur aktiv, wenn keine Regel greift.


2. Performance-Architektur

Um ein lokales LLM auf normalen CPUs (ohne GPU) nutzbar zu machen, setzen wir auf eine 3-Stufen-Strategie:

Stufe 1: Der „Instant Modus“ (Schlagworte)

  • Trigger: Wörter wie „Instant“, „Schnell“, „Sofort“.

  • Logik: Umgeht das LLM komplett. Vergleicht Schlagworte der Eingabe direkt mit der SQLite-Datenbank.

  • Latenz: < 0,05s

Stufe 2: Der Intelligente Cache (SQLite)

  • Logik: Jeder Prompt wird gehasht (SHA256). Vor jeder Anfrage an Ollama wird die llm_cache.db geprüft.

  • Feature “Active Variation”: Auch bei einem Cache-Treffer generiert das System manchmal (20% Chance) proaktiv eine neue Antwort-Variante. Ziel: ~5 Varianten pro Frage für mehr Lebendigkeit.

  • Feature „Semantic Hashing“: Bei langen Fragen (>50 Zeichen) führt das LLM zuerst Keywords (z.B. „Installationsanleitung“) aus und hasht diese. So werden „Wie installiere ich es?“ und „Installationshilfe bitte“ als identisch erkannt.

  • Latenz: ~0,1s

Stufe 3: Die API-Generierung (Fallback)

  • Logik: Wenn kein Cache vorhanden ist, rufen wir die Ollama API auf (http://localhost:11434/api/generate).

  • Optimierung:

  • Hard Limits: num_predict=60 ändert das Modell, nach ca. 40 Wörtern zu stoppen.

  • Input Piping: Große Texte (README) werden über STDIN übergeben, um Argumenten-Limits des Betriebssystems zu umgehen.

  • Latenz: ~15-25s (abhängig von CPU)


3. Systemerdung (Anti-Halluzination)

Generische LLMs finden sich oft in GUIs (Buttons, Menüs). Wir injizieren bei jedem Aufruf das strikte AURA_TECH_PROFILE:

  1. Keine GUI: Aura ist ein Headless CLI-Dienst.

  2. Keine Konfigurationsdateien: Logik ist reiner Python-Code, kein .json/.xml.

  3. Trigger: Externe Steuerung erfolgt über Dateisystem-Events (touch /tmp/sl5_record.trigger), nicht über APIs.

  4. Installation: Dauert real 10-20 Min wegen 4GB Modelldownloads (verhindert falsches Versprechen).


4. Die Clipboard Bridge (Linux-Sicherheit)

Hintergrunddienste (systemd) können aus Sicherheitsgründen oft nicht auf die Zwischenablage (X11/Wayland) zugreifen.

  • Lösung: Ein Skript in der User-Session (clipboard_bridge.sh) spiegelt den Inhalt in einer RAM-Disk-Datei (/tmp/aura_clipboard.txt) wider.

  • Aura: Liest diese Datei und umgeht so alle Rechte-Probleme.


5. Selbst-Lernen (Cache Warming)

Wir nutzen das Skript warm_up_cache.py:

  1. Es liegt die README.md des Projekts.

  2. Es ist das LLM, sich wahrscheinlich User-Fragen auszudenken.

  3. Diese Fragen stellen eine Aura dar, um die Datenbank automatisch zu füllen.